Tagesbeginn mit Herrchens Marmelade

Der Tagesbeginn ist ja eigentlich immer gleich: Herrchen wecken zum nächtlichen Spiel, Streicheleinheiten abholen und mit Herrchen in die Küche gehen, um den Napf füllen zu lassen. Wenn Ihr denkt, das ist doch mehr als langweilig, dann erzähle ich Euch heute mal, dass auch Herrchens Marmelade putzmunter macht.

Tagesbeginn um 4.30 Uhr

Morgens, gegen 4.30 Uhr in Deutschland gibt’s ein Spiel. Ich nenne es das Smartdings-Spiel. Dabei ist es wichtig, dass ich genau auf dem Nachttisch von Herrchen sitze und anfange, sein Smartdings Richtung Abgrund zu bewegen. Das geht ganz leicht. Dabei tippe ich es immer an und bei jeder Bewegung gibt es einen kleinen Knall. Irgendwann macht Herrchen die Augen auf und nennt mich wie immer Nein. Ich versuche, ihm dann zu erklären, dass ich doch Apollo heiße und tagsüber auch mal Puschel. Aber er hört mir gar nicht zu, sondern macht die Augen wieder zu. Es wird Zeit, die Mäuse zu holen. Das große Klappern beginnt immer auf seiner Decke und zieht sich praktisch bis zum Kissen hoch. Irgendwann ist Herrchen wach und steht endlich auf.

Schlaftabletten sind nichts dagegen

Ihr Menschen habt ja kein Katzenklo, das nennt sich irgendwie anders. Aber auf dem Klo von Euch sitzt Herrchen jeden Morgen und macht immer die Augen zu. Währenddessen er so schläft, fange ich an, am Spiegel aufzuräumen. Ihr wisst: Frauchen legt das alles immer falsch hin und das ist nicht in Ordnung. Wenn ich fertig bin, gibt’s von Herrchen Streicheleinheiten und dann kann ich mich auf mein Fresschen freuen.

Irgendwann in dieser Woche war der Tagesbeginn irgendwie anders als sonst. Herrchen war zwar trotzdem die Schlaftablette Nummer 1, aber dafür war ich plötzlich putzmunter und Herrchens innere Balance war schief. Aber nun von vorne:

Herrchen und ich gingen gemeinsam in die Küche, schließlich müssen meine leeren Näpfe und mein Bauch gefüllt werden. Nach dem Festmahl habe ich angefangen zu spielen, bin ins Wohnzimmer und habe meine Maus – also die gestreifte – durch die Gegend geschossen. Eigentlich wollte ich, dass Herrchen mitmacht, aber der machte gerade sein Marmeladenbrötchen und rief immer: „Psssst, Puschel sei leise! Frauchen schläft!“. Mir war das eigentlich egal, denn, wenn Frauchen schläft, kriegt sie das doch eh nicht mit, da hat sie die Augen zu und ist in diesem Schlummerland. Irgendwann kam Herrchen ins Wohnzimmer und betonte nochmal, dass Frauchen schläft.

Tagesbeginn
So ist bei uns praktisch die Augenhöhe. Also wenn ich auf dem Stuhl sitze, muss sich Frauchen oder Herrchen noch ein bisschen kleiner machen. Aber das geht schon. Hauptsache, ich sitze bequem.

Auf Augenhöhe

Nun habe ich meine Maus eben liegengelassen und bin zu Herrchen in die Küche. Sein Frühstück war schon fertig und stand auf dem Tisch. Damit wir beide auf Augenhöhe sind, bin ich dann auf den Stuhl gesprungen. Irgendwie war das plötzlich dann so komisch. Egal, was ich gemacht habe, ich hatte immer so einen ulkigen Duft in der Nase. Sobald ich mich bewegt habe, klebte auch noch mein Fell an meiner Pfote so zusammen, sodass ich es gerade geschafft habe, auf den Boden zu springen.

Ich habe dann wie wild mein Fell geputzt. Herrchen kam wie irre angerannt und hat geschaut, was denn los ist. Auf seinem Brötchen fehlte ein bisschen Marmelade und die wird es wohl sein, die mir am Fell klebt. Logisch!

Währenddessen ich mein Fell putzte, hat Herrchen einen Lappen geholt. Wo er den jetzt hergeholt hat, weiß ich auch nicht so genau. Aber als er wieder zu mir kam, war ich mit der Marmelade schon fertig. Er hat mich dann ein bisschen unterstützt – wenn man das so nennen kann. Ich hatte den Eindruck als wenn er praktisch hyperatmet – oder so ähnlich. Er wurde ganz rot im Gesicht und hat immer vor sich hingebrubbelt. Eigentlich war ja mein Fell schon sauber, aber ich hab ihn machen lassen, schließlich war er jetzt topfit und putzmunter.

Eingewöhnung und wenn Herrchen länger braucht

Ich möchte Euch heute von unserer Eingewöhnung erzählen, und wie einfach es ist, dass auch Herrchen sich wohlfühlt.

Nein zur Eingewöhnung

Bevor ich in diesen Palast kam, gab es einen anderen Kater. Der hieß Bolle und gehörte ein paar Jahre zu meinem Personal. Der Bolle ist irgendwann über die Regenbrücke gegangen. Frauchen sagt, er war krank und hatte ganz viel mit dem Herzen zu tun. Eigentlich wollte mein Personal niemanden mehr aufnehmen, aber dann kam ich.

Ich war ja praktisch frisch gebügelt und erzogen oder war das jetzt verzogen? Frauchen sagt, vom ersten Moment an konnte sie nicht Nein sagen. Herrchen ist da eher anders gestrickt, der hat mich die ersten Wochen nur mit Nein angesprochen. Irgendwann hat er aufgegeben, weil ich ja doch nicht auf diesen Namen gehört habe. Später kam raus, dass ich zwei Namen habe: Apollo ist praktisch der Rufname, und Nein ist der Name, den man nur sagt, wenn man Lust hat, auf den ich aber nicht höre. Logisch.

Wer pünktlich beginnt, hat mehr vom Spiel!

Wie schon angedeutet, wohnt ja Herrchen auch bei uns. Also bei Frauchen und mir. Und jeder, der bei uns wohnt, braucht ja praktisch etwas Zeit, um sich an alles zu gewöhnen. Mit dem Namen hat Herrchen irgendwann verstanden, aber bis heute kriegt er das mit der Uhrzeit nicht so ganz hin. Frauchen sagt, ich muss verwöhnt werden, damit es mir immer gut geht – also auch nachts.

Ich weiß, dass Herrchen immer früh morgens aufstehen muss, um zu dem Haus zu fahren, wo er tagsüber untergebracht ist. Zur Eingewöhnung gehört es auch, dass wir immer zusammen spielen und so die Eingewöhnung und die Verwöhnung miteinander verbinden. Dazu bringe ich ihm – vor dem Aufstehen – ein paar Fellmäuse ins Bett. Ich fange immer mit einer an, damit er sich langsam daran gewöhnt. Deswegen muss ich mir die nachts schon so zurechtlegen, dass ich zu einer bestimmten Uhrzeit mit dem Spiel starten kann. Denn: Wer pünktlich beginnt, hat mehr vom Spiel!

Eingewöhnung
Die Eingewöhnung von Herrchen kann auch schon am frühen Abend beginnen. Nämlich dann, wenn ich mich in sein Bett lege und schlafen will.

Irgendwann, wenn Herrchen praktisch in der Schlafphase ist, geht’s los. Ich schieße eine Maus gegen sein Bett. Wenn die dann durchgeschüttelt ist, nehme ich die und bringe sie ihm ans Kopfkissen. Das Gute ist, dass die Maus bei jeder kleinsten Bewegung laut losklappert. Nur so kann Herrchen wachwerden und die Spielstunde ist eröffnet. Zu Beginn ist er wahrscheinlich noch so müde, dass er im halben Schlaf meine Maus einfach unter sein Kissen packt. Da wird es Zeit, eine andere zu holen. Ich bin ja vorbereitet.

Wenn er wach ist, steht er dann auf, es spielt sich so auch viel leichter. Im Bad knuddelt er mich dann durch und streichelt mich ganz viel. Das ist wahrscheinlich sein Dankeschön für das nächtliche Spiel.

Schlaf zur Vorbereitung auf die Nacht

Frauchen steht ja irgendwann auf und dann gibt’s erstmal ein Leckerlie für mich. Ich könnte mir vorstellen, dass sie es gut findet, wenn ich nachts mit Herrchen spiele. Das erleichtert schließlich auch seine Eingewöhnung für uns alle.

Im Laufe des Tages telefoniert Frauchen mit Herrchen und erzählt ihm wie lieb ich wieder bin und dass ich jetzt schlafe, die Nacht scheint ja wirklich wieder lange gewesen zu sein. Ich höre ja nicht, was Herrchen sagt, aber ich denke mir, er wünscht mir einen guten Schlaf und freut sich schon auf die nächste Spielstunde.

Eingewöhnung
Mit Frauchen verstehe ich mich bestens. Zwischen uns hat die Eingewöhnung sehr gut geklappt. Wir brauchen auch kein nächtliches Spiel, denn Frauchen sagt: wir beide halten immer unseren Schönheitsschlaf und der muss ausgiebig sein.

Frauchen kommt immer nach mir schauen, wie ich so schlafe und fragt auch, ob es mir gut geht. Jetzt im Winter dreht sie in dem Zimmer die Heizung auf, in dem ich schlafe. Frauchen sagt, es ist eben wichtig, dass ich nicht friere. Es soll mir schließlich gut gehen. Gegen Mittag gehe ich mal zu Frauchen schauen, das gehört auch zur Eingewöhnung. Frauchen sagt, das ist dann die gegenseitige Einnahme von der Rücksicht. Wenn Frauchen gerade Mittag isst, lege ich mich auf ihren Schoß. Das muss man so machen, denn dann wärmt der Körper komplett von innen und dann kann sie besser wie wild auf der Tastatur raufhauen. Wenn dann die Beine von Frauchen in der Starre sind und sie sich nicht mehr bewegen kann, wird es Zeit, dass ich wieder schlafen gehe.

Den Rest des Tages schlafe ich viel. Nur so kann ich mich auf die nächste Nacht vorbereiten. Es bringt nämlich nichts, wenn Herrchen die Spielestunde eröffnet und ich bin müde. Das hat auch wieder mit der Einnahme der Rücksicht zu tun. Und außerdem wäre Herrchens Eingewöhnungsphase unterbrochen und wir müssten von vorne anfangen.

Apollo, der bloggende Kater stellt sich vor

Wer mich kennt, weiß ja praktisch, wer ich bin: nämlich Kater Apollo. Frauchen sagt, es gibt viele, die so heißen, aber keiner ist so wie ich. Warum das jetzt so ist und wie mein Personal so tickt, erzähle ich immer hier, in diesem Onlinedings.

Mein Personal – nunja

Kater Apollo
Das bin ich. Frauchen sagt, ich habe richtige Bernisaugen und wenn es ganz dunkel wird, werden die immer größer. Ist das bei Euch auch so?

Mein Name ist Apollo und ich komme aus der Britanie – oder so ähnlich. Mein Fell ist schwarz und vorne, also praktisch unter dem Kinn hab ich weiße Streifen. Frauchen sagt, das macht mich zusätzlich noch viel edler und verleiht so richtig Stil in der Hütte.

Ich bin schon seit ein paar Jahren bei meinem Personal. Wir verstehen uns ganz gut. Manchmal gibt es hier und da auch Verschiedenheiten in der Meinung, aber so im Großen und Ganzen kann ich nicht klagen.

Wir wohnen zusammen in einem Palast, also ganz oben, fast am Himmel. Alle Räume gehören mir und Frauchen und Herrchen haben da auch überall ihr Zeugs drin. Das war lange Arbeit, aber Ihr wisst: Was lange dauert, wird eh gut.

Ganz am Anfang war ich bei einem Personal, das mich nicht so leiden konnte. Aber im Nachhinein betrachtet, waren das jetzt nicht die hellsten Mäuse im Bau. Mein jetziges Personal hat mich dann abgeholt. Ich fand das ganz lustig, weil ich da schon mitbekommen habe, dass Herrchen wie eine Nonne Auto fährt und Frauchen sich immer an der Tür festkrallt. Ich hab geschrien, im Auto, auf der Straße und im Hausflur. Da mich eh keiner beachtet hat, hab ich dann aufgehört.

Frauchens Liebling

Zu Beginn wurde ich auf mein stilles Örtchen gesetzt. Frauchen sagt, das muss man so machen, damit ich gleich weiß, wo ich hin muss, wenn es mal dringend ist. Das hat dann ein paar Sekunden gedauert und ich bin gleich ins Wohnzimmer. Das ist schon irre. Mittendrin liegt ein großer Teppich, mit Fäden dran, zum dran ziehen. Hab mich dann hingesetzt und die erste Spielestunde eröffnet. Seit diesem Tag hat sich das auch entwickelt, dass ich Frauchens Liebling geworden bin. Frauchen ist ja immer besorgt um mich, sie gibt Leckerlies, dreht die Heizung auf, damit ich nicht friere, macht mein Bett (Herrchens), damit ich schön schlafen kann, macht leise den Staub weg und nimmt mich immer auf den Arm, was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Aber was will man machen?

Herrchen wohnt auch hier

In unserem Palast wohnt auch Herrchen. Ich finde den ganz nett, obwohl wir manchmal ein paar Verschiedenheiten in der Meinung haben. Frauchen sagt, ich muss verwöhnt werden, was Herrchen nicht so sieht. Aber da ist es immer besser, wenn man sich da nicht einmischt. Frauchen hat eh immer das letzte Wort und so bekommt sie auch, was sie will und somit ja praktisch auch ich.

Mein Tagebuch für Euch

Da ich jeden Tag viel erlebe und mein Katerleben mit Euch teilen möchte, habe ich mir gedacht, dass ein Tagebuch da helfen kann. Frauchen arbeitet den ganzen Tag an diesem Bildschirm und haut wie wild auf den Tasten rum. Damit sie sich auch zwischendurch nicht langweilt, hilft sie mir ein bisschen. Ich kann zwar viel erzählen, aber schreiben ist so eine Sache. Herrchen ist tagsüber nie da. Der ist in so einem Haus untergebracht, das nennt er Arbeit.

Vorher, also bevor es hier dieses Onlinedings „Kater Apollo“ gab, war ich immer bei diesem Gesichtsbuch* unterwegs und bei Instardings** bin ich auch. Irgendwann hat Frauchen mit Onkel Micha gesprochen und der arbeitet auch für sich alleine. Nun hat Onkel Micha gesagt, dass meine Beiträge immer zu lang sind und es doch viel besser wäre, wenn ich mein Tagebuch so richtig für alle lesbar mache. Onkel Micha hat dann praktisch den Grund für die Basis aufgebaut und Frauchen und ich schreiben hier – also ab jetzt – immer ganz lange Beiträge rein.

Ich werde Euch viel erzählen, also was ich so erlebe, wie es mir geht und was mein Personal so macht. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mir auch schreiben. Frauchen und ich antworten dann.

Bis zum nächsten Beitrag,

Apollo

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