Das qietschvergnügte Gespräch

Habt Ihr schon mal ein quietschvergnügtes Gespräch geführt? Ich auch nicht. Aber Herrchen! Ihr werdet Euch wundern.

Fußball schauen nur mit Gerät

Gestern war wieder so ein Abend, an dem Herrchen nur Fußball im Sinn hatte. Das ging ja praktisch schon Tage vorher los. Um bei uns die Männerriege beim Ballspiel zu beobachten, braucht man wohl ein Gerät. Denn nur das kann das Spiel übertragen. Frauchen sagt, das muss nicht sein, denn schließlich brauche ich ja auch noch einen neuen Trinkbrunnen, viele Fellmäuse und Fresschen, mit Hirsch, Huhn, Rind, Truthahn und was man eben noch so frisst. Aber gestern war es soweit: Frauchen sagt, Herrchen hat praktisch seinen dicken Kopf durchgesetzt und konnte sich das Gerät besorgen.

Gespräch mit Schwung

Das heißt: Er musste bei einem Unternehmen anrufen, damit die von dort aus alles so einstellen, dass Herrchen Fußball schauen kann. Zuerst hat Herrchen eine Nummer gewählt und sich ganz doll gefreut, dass da gleich einer am Telefon war. Frauchen sagt, er soll mal nicht gleich Schwung holen oder so ähnlich. Denn schließlich ist das ganz schön teuer und nun haben sie Herrchen praktisch in Sack und Tüten. Dann hat ein Mann am Telefon gesagt, Herrchen muss kurz warten und dann sehen wir ein Bild und können gleich Fußball gucken.

Nummer 130 und immer noch kein Bild

Nun haben wir praktisch gemeinsam gewartet. In unserem Apparat stand immer: „Bitte haben Sie einen Moment Geduld.“. Wisst Ihr, wie lange eigentlich so ein Moment ist? Ich weiß es: 2 Stunden und 10 Minuten – also gesamt. Das geht ja eigentlich. Denn in dieser Zeit hat ja Herrchen praktisch noch mal bei der Firma angerufen und dann war da eine Frau dran. Abwechslung muss sein! Die Frau hat gesagt, dass er schnell die Nummer 130 eingeben soll und er jetzt gleich Musik hört. Herrchen war dann irgendwie ganz durcheinander, weil er gar nicht wusste, wo er denn jetzt die 130 eingeben soll. Dann war plötzlich die Frau wieder dran und hat Herrchen gefragt, ob er denn jetzt ein Bild auf unserem Apparat sieht. Herrchen sagte dann nein und dann ging es los. Frauchen und ich haben nur Herrchen beobachtet. Der war ganz entsetzt und hat immer wieder gesagt, dass er das nicht weiß, mit der 130 und das geht nicht und er versteht das nicht und er entschuldigt sich und wenn er das gewusst hätte und ob sie ihm verzeihen kann. Dann sagte die Frau, dass Herrchen am Telefon bleiben soll, er bekommt gleich eine Abteilung für die Technik ans Ohr. Die Frau hat geschwindelt, denn die hat dann einfach aufgelegt und Herrchen musste noch mal anrufen.

Wundern Sie sich nicht, wenn es quietscht!

Frauchen und ich haben uns währenddessen mit meiner Fellmaus beschäftigt. Ihr wisst: Die ist ja mal da und dann wieder weg. Gestern war sie da und ich hab sie dann praktisch durch die Wohnung geschossen. Irgendwann hatte Herrchen wieder eine Frau am Apparat – Ihr kennt das mit der Abwechslung. Herrchen hat ihr dann ganz viel erzählt und die hat gesagt, dass er einfach einen Moment am Telefon warten soll. Ich fand diesen Moment schon sehr lange, und habe angefangen mit Herrchen zu spielen. Herrchen hat sich meinen Quietschigel genommen und den immer in die Luft geworfen und ich hab den dann praktisch aufgefangen. Im Eifer des Gefechts hat Herrchen dann zu der Frau gesagt:

„Ich muss mal eben meine Katze bespaßen. Wundern Sie sich nicht, wenn es quietscht!“

Frauchen hat dann ganz laut gelacht und hat geflüstert, was denn die Frau denken soll, die hört das ja nur und sieht das nicht. In dem Moment wurde Herrchen an den Mann aus der Abteilung für die Technik weitergeleitet. Der hat Herrchen erst mal gefragt, ob er denn heute wirklich Fußball schauen will, so wichtig ist das ja jetzt auch wieder nicht. Herrchen hat dann ganz laut ja gesagt. Der Mann von der Abteilung für die Technik hat Herrchen dann Anweisungen gegeben und ihm die Sache mit der Nummer 130 erklärt. Dann haben wir alle gemeinsam gewartet und das Bild auf unserem Apparat zeigte weiter an: Bitte haben Sie einen Moment Geduld.“.

quietschvergnügtes Gespräch
Kurzzeitig saß ich auch mal oben auf meinem Kratzbaum, während Herrchen das quietschvergnügte Gespräch führte.
Herrchens Traumjob

Der Mann am Telefon hat zu Herrchen gesagt, das sieht ja gar nicht so gut aus. Aber er könnte ja mal schauen, wie das derzeitige Ergebnis beim Fußball so steht. Herrchen sagt, das kann er auch selbst, er hat ja schließlich die Verbindung zur ganz Welt von seinem Smartdings. Der Mann am Telefon hat dann gelacht und hat gesagt: „Ich brauche hier nur umzuschalten und dann kann ich mir sogar das Spiel ansehen.“ Herrchen hat dann mal genauer nachgefragt. Da kam dann raus, dass der Mann Fußball schauen muss, auch wenn er gar nicht will. Der wird praktisch gezwungen. Herrchen sagt, welch ein Traumjob und da macht ja sogar das Arbeiten Laune. In dem Moment kam plötzlich ein Bild auf unserem Apparat. Da hat der Mann von der Abteilung für Technik bestimmt bei sich den Stecker gezogen, damit Herrchen gleich Fußball schauen kann.

Wir haben dann noch ein paar Minuten zusammen der Männerriege beim Ballspiel zugesehen. Frauchen ist dann lachend ins Bett und hat immer wieder gesagt: “Wundern Sie sich nicht, wenn es quietscht!“

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